Orte, die Geschichte
tragen, berühren
Herz und Sinne.

Die Ursprünge des Patrizierhauses reichen bis in die Zeit vor dem Jahr 1500 zurück. Erstmals dokumentiert wurde das Haus im Jahr 1523, als es sich im Besitz von Hans Mohr befand. Dieser stammte aus dem Engadin und war Hauptmann sowie Pfleger der Herrschaft Tarasp.

Der Sohn von Hans Mohr, Maximilian Mohr, verfasste eine bedeutende Landeskunde über Tirol. Als Anerkennung für sein Werk verlieh ihm Kaiser Ferdinand II. im Jahr 1593 das Privileg, das Anwesen in den Ansitz „Liechtenegg“ zu erheben. Damit verbunden war das seltene Recht, dass alle künftigen Besitzer den Namenszusatz „von und zu Liechtenegg“ führen durften.

Im Jahr 1690 wurde der Ansitz von Veit Mohr an den Hauptmann Veit Hofer verkauft. Damit begann eine neue Besitzerlinie innerhalb der Tiroler Oberschicht.

Beim verheerenden Großbrand von Mals im Jahr 1799 blieb der Ansitz wie durch ein Wunder unversehrt. Aus Dankbarkeit stiftete Elisabeth Baronin von Federspiel ein kunstvolles Marmorrelief des heiligen Florian, das seither über dem Eingang des Hauses angebracht ist.

Um 1800 ging der Ansitz in den Besitz der Freiherren von Federspiel über, einer angesehenen Adelsfamilie, die das Haus in vielerlei Hinsicht prägte und weiterentwickelte. Ebenfalls in dieser Zeit wurde der Ansitz um ein zusätzliches Stockwerk erweitert. Seither sind die ursprünglich außen sichtbaren adeligen Dachzinnen nur noch von innen zu erkennen.

Im Jahr 1861 erwarb die Kaufmannsfamilie Flora das Anwesen und führte es in eine neue Phase bürgerlicher Nutzung und Erhaltung.

Zwischen 1931 und 1933 wurde die Fassade des Ansitzes von dem Künstler Cassian Dapoz mit kunstvollen Wappenmalereien verziert. Diese Arbeiten betonen bis heute den historischen und künstlerischen Wert des Gebäudes.

Seit dem Jahr 1933 befindet sich der Ansitz im Besitz der Familie Weirather, die ihn mit großer Sorgfalt bis heute pflegt und bewahrt.